domenica, aprile 05, 2009

Professor Prodi at Brown University

Dass man das Publikum mit Visionen und reizendender Rhetorik begeistern kann, wird von einem Politiker erwartet. Bei den guten werden die Versprächen Tatsachen. Aber Romano Prodi begeistert das Publikum nicht in seinen Vorlesungen an der Brown University, wirkt sehr langweilig und unprofessionell und -als Vorsitzende des UNO-AU Panel für Peacekeeping in Africa- zeigt sein müde Skeptizismus und ein christdemokratische Mitleid für die afrikanische Probleme.
Wieso Prodi und nicht lieber ein Afrikaner an dieser Kommission sitzen darf, ist selbst ein Rätzel. Vielleicht weil der Professor immer so ruhig und friedlich aussieht, und mit Sicherheit niemandes Interessen treten wird. So hat er diese Ehre erhalten, und so kann man sich auch seine erfolgsreiche Karriere begründen.
Laut Prodi sind die Konflikte in Afrika deutlich gesenkt, da proportional der Zahl der Frieden Missionen gestiegen ist. Daraus folgt, dass die UNO weiter in solchen Programme investieren wird. Prodi vergisst zu erwähnen, dass solche „Frieden“ Missionen ein gefährlicher Teufelskreis entwickeln: da die entwickelte Länder sich weigern, ihren Menschen dahin zu schicken, ist die UNO auf die menschliche Ressourcen von Entwicklungsländer aufgewiesen. So befinden sich in Afrika im groß Teil Pakistanischen Truppen, mit westlicher Ausrüstung bewaffnet und mit UNO-Gelder versehen.
Nach der wenig informativen Vorlesung haben die Studenten Professor Prodi kluge, direkte und klare Frage gestellt. Die Ausbeutung Afrikas durch der chinesischen Regierung, die Äthiopiens Krise, der Darfur... Die Antworten haben gezeigt, dass die Studenten mindestens so gewissenhaft wie der Professor, aber sicherlich mutiger als er sind.
An einer Studentin, die ihn über die von den Chinesen respektlosen Spekulationen in Algeria fragte, antwortete er, dass –erfahrungsgemäß- auch die Chinesen Lust haben, sich zu einreichen.
Ich habe die Frage an Prodi als Ökonomen gestellt, ob Afrika als Land sehen kann, in dem auf eine Selfsentwicklung hoffen kann, wie Microcredits Projekten in Süd-Ost Asien bereits ermöglicht haben. Laut des Ökonomieprofessors Afrika braucht zuerst internationale Hilfen für Infrastrukturen.
Man konnte die Enttäuschung zwischen den Studenten spüren als der Prevost s ankam, um das Schlusswort zu sprechen: er konnte sich sehr zufrieden für einen erleuchtenden Vortrag des berühmten Professors heißen. Andres könnte man sich nicht erwarten; bereits 1999 bekam Prodi von der Universität Brown das Doktortitel h.c..